Tolles Einkaufserlebnis und Studentenwohnungen

In Deutschland zeichnet sich ein neuer Trend ab. Städte und Gemeinden gehen hin und kombinieren neue Einkaufsmöglichkeiten mit Wohnraum für Studenten. Wie zum Beispiel in Klarenthal bei Saarbrücken. Dort wurde ein entsprechendes Bauvorhaben einstimmig genehmigt.

Daraufhin begannen die Bauarbeiten für das neue Einkaufszentrum Süd, das auch Wohnungen für Studierende beinhaltet. Entstanden sind 177 Wohnungen mit jeweils 21 Quadratmetern, alle barrierefrei erreichbar. Damit setzte man auf den steigenden Bedarf der benachbarten Hochschule Rhein-Main. Gleichzeitig wurde ein gutes Beispiel für eine lebendige Innenstadtentwicklung gesetzt.

So sei das Objekt langfristig gut zu betreiben und mit Leben zu füllen, gibt sich der dortige Investor überzeugt. Ein solch „lebendiges“ Projekt würde auch der Bonner Innenstadt gut zu Gesicht stehen. Davon ist SIGNA fest überzeugt. Daher plant SIGNA ebenfalls als eine Kombination aus Einkaufsmöglichkeiten und Studentenwohnungen für das Viktoriakaree.

Dabei bleibe aber der Einkaufsbereich der wichtigste Teil, weil es das Kerngeschäft sei, erklärte Matthias Pfeifer, Architekt für SIGNA in Bonn, im Rahmen der Bürgerwerkstatt. Statt der ursprünglich vorgesehenen Flächen für die Unibibliothek im Viktoriakarree wolle SIGNA aber Studentenwohnungen im Dachgeschoss bauen. Nach Informationen des Studierendenwerk Bonn ist die Situation auf dem Wohnungsmarkt für Studenten sehr angespannt. Ziel des Projekts sei es, dass im Viktoriakarree etwas entsteht, auf das die Bürger stolz sein können und das die Innenstadt mit Leben und Einkaufsfreude erfüllt.

Dass ein solches Konzept aufgeht, zeigt auch der Gasometer in Wien. In dem ehemaligen Industriebau realisierten Architekten eine Kombination aus 73 Studentenappartements mit 247 Betten und einer Geschäftsfläche für ein Einkaufszentrum mit 3.894 Quadratmetern. Mittlerweile ist der Standort nicht mehr aus Wien wegzudenken und wird sogar als Reisetipp für Wien-Reisende aufgeführt.

Wohnungen für Studenten

Bonn ist nicht nur eine Bundesstadt, sondern auch eine Studentenstadt und als solche sehr beliebt. Derzeit studieren in Bonn rund 36.000 junge Menschen an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität. Und für sie ist es oft schwierig, eine Wohnmöglichkeit zu finden.

Das weiß auch Signa und will die Studierenden der Stadt bei der Neuentwicklung des Viktoriakarrees mit an Bord nehmen. Auf rund 6.000 Quadratmetern des geplanten neuen Gebäudekomplexes beabsichtigt das Unternehmen, neue Wohnungen für die Studenten zu bauen. So entsteht eine gute Mischung aus studentischem Leben, Versorgung und Freizeit.

Wer in Bonn studieren will, muss sich auf eine nervenaufreibende Wohnungssuche einrichten. So bietet das Studierendenwerk Bonn, die zentrale Anlaufstelle für wohnungssuchende Studenten, derzeit gerade mal 3.700 Wohnungsplätze an. 70 weitere sollen in naher Zukunft entstehen. Und zu den 36.000 Studenten der Universität Bonn kommen noch die Studenten der anderen Hochschulen in der Region hinzu, von denen die meisten in Bonn wohnen wollen.

Viele Studenten sehen sich daher auch auf dem privaten Wohnungsmarkt nach einer Bleibe um. Und wie in anderen deutschen Großstädten auch, ist die Situation dort sehr angespannt. Zusätzlicher Wohnraum für Studenten würde also zur Entspannung dieser Situation beitragen.