Erneute Hausbesetzung im Viktoriakarree in Bonn

Am Freitagabend sind zum wiederholten Mal Räumlichkeiten im Viktoriakarree in Bonn widerrechtlich besetzt und von der Polizei geräumt worden. Die beiden Hausbesetzer waren wieder vom sogenannten „Libertäres Zentrum in Bonn“ (LIZ).

Unter Libertarianismus wird eine politische Philosophie verstanden, die vom Prinzip des Selbsteigentums ausgeht und die für eine teilweise bis vollständige Abschaffung des Staates eintreten. Die Räumung, bei der Polizei in voller Schutzmontur in die Rathausgasse 6 eindrangen, fand unter Anwesenheit viele Sympathisanten statt, die sich als Flashmob vor dem Gebäude versammelt hatten und die Polizei bei Ihrer Arbeit behinderten. Unbeteiligte Passanten fühlten sich an Bilder aus Hamburg erinnert, wo Aktivisten beim G20 Gipfel randalierten.

Nach Feststellung der Personalien und Erstattung einer Strafanzeige wurden die Aktivisten wieder auf freien Fuß gesetzt. Das Haus war von der LIZ bereits im Zeitraum Mai 2016 bis Januar 2017 besetzt worden. Ein Sprecher der Initiative „Viva Viktoria“ zeigte auf Facebook Verständnis für die Aktion der Hausbesetzer. Viele Bonner Bürger haben dagegen überhaupt kein Verständnis mehr für die blinde Zerstörungswut, die von Initiativen wie der LIZ Art ausgehen. Die Aktionen seien sinnlos und dienten ausschließlich der Provokation, so die einhellige Meinung.

Unkontrollierbare Verhältnisse wie sie in Hamburg im Schanzenviertel herrschen möchte man in Bonn nicht haben. So mehren sich auch die Forderungen an die Stadt, Politik und Polizei den Schutz des Eigentums sicherzustellen, der von destruktiven militanten Gruppen, wie der LIZ. Mit „bunt“ hat das auch nichts mehr zu tun.