Bürgerbeteiligung ist gescheitert

In einem Brief hat der Investor SIGNA dem Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan mitgeteilt, dass man die Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung des Viktoriakarrees als gescheitert ansieht. „Wir sehen unter diesen Gesichtspunkten keine wirtschaftliche, sinnvoll umsetzbare Weiterentwicklung des Viktoriakarrees und als SIGNA-Gruppe auch keine Chance mehr, im laufenden Prozess nachhaltig umsetzbare Konzepte zu entwickeln“, heißt es in dem Schreiben.
Die Bürgerbeteiligung war im Februar an den Start gegangen und wurde als Bürgerwerkstatt konzipiert. Ziel war es Ideen und Perspektiven für die Entwicklung des Viktoriakarrees zu finden. Die Einbindung der Bürger habe SIGNA immer begrüßt und auch selber Vorschläge eingebracht. Leider sei diese Bürgerwerkstatt nie von einer breiten Öffentlichkeit getragen worden, sondern nur von vereinzelten Partikularinteressen.

Das SIGNA-Konzept habe immer einen Mix aus unterschiedlichen Nutzungen vorgesehen, wobei auf den wichtigen Einzelhandel, die Gastronomie und studentische Infrastruktur eingegangen worden sei. SIGNA verfolge weder die komplette Überbauung des Areals noch eine „radikale Durchkommerzialisierung“, was SIGNA oft vorgeworfen worden sei. Vielmehr fördere SIGNA eine kleinteilige Struktur und das studentische Flair.

In einem ursprünglichen Exposé für die EU weite Ausschreibung habe SIGNA ausgeführt, dass sich die Bonner City aufgrund unterschiedlichster Vorzüge als wichtiges Einkaufs- und Aufenthaltsziel auszeichnet. Und das der Bereich des Viktoriakarrees und Umgebung einer Aufwertung zugeführt werden soll. SIGNA habe sich immer in diese Richtung engagiert und entsprechend in der Bürgerbeteiligung eingebracht. Die vier Entwürfe, die in der Bürgerwerkstatt erarbeitet wurden, seien diesen Anforderungen aber nicht gerecht worden. (weitere Berichte in diesem Blog).
Wie es weitergeht liegt nun an der Stadt. Sie ist der größte Grundbesitzer im Viktoriakarree. SIGNA stehe in diesem Fall für weitere Gespräche zur Verfügung.

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