Richtige Richtung: Für eine attraktive Bonner Innenstadt

Noch vor einiger Zeit machte sich bei den Bonner Bürgern Frust breit. Neue Impulse für eine Modernisierung und positive Entwicklung der Innenstadt verliefen regelmäßig im Sand. Stattdessen waren sie dazu verurteilt, mit innerstädtischen Provisorien zu leben. So ließ die nötige Sanierung der Beethovenhalle auf sich warten und wurde immer wieder unterbunden. Das Gleich gilt für die Neugestaltung des Hauptbahnhofs oder für den Bahnhofvorplatz, auch „Bonner Loch“ genannt. Diese Zeiten scheinen nun vorbei zu sein. Stattdessen wird in Bonn angepackt.

Der Rat der Stadt Bonn beschloss im Dezember 2015 die Sanierung der Beethovenhalle; dafür fallen Kosten in Höhe von rund 50 Millionen Euro an. Zusätzlich sollen weitere knapp 10 Millionen Euro durch bürgerschaftliches sowie privates Engagement eingeworben werden. Die Beethovenhalle soll die zentrale Spielstätte für das Beethoven-Jubiläum im Jahr 2020 sein. Dafür muss die Beethovenhalle umfangreich saniert und modernisiert werden. Die Sanierungsarbeiten begannen im Oktober 2016 und sollen im Sommer 2018 abgeschlossen sein.

Ähnlich gut ist es auf einmal um den Bahnhof und dessen Vorplatz bestellt. Beides soll umgebaut werden. Der Rat der Stadt Bonn hat den entsprechenden Beschlussvorlagen der Verwaltung in seiner Sitzung am 30. Juni letzten Jahres zugestimmt. Die Südüberbauung wird entkernt. Bis 2019 will der Investor, der in Bonn unter anderem auch die GIZ-Zentrale am Trajektkreisel errichtete, mit dem Bau des geplanten Maximilian-Centers fertig sein. Dann zieht in den überwiegenden Teil die Textilkette Primark ein. Und Mitte 2017 soll auch mit dem Bau von Urban Soul, den drei Gebäudekomplexen zwischen Bonner Loch und Thomas-Mann-Straße sowie an der Rabinstraße begonnen werden.

Ein nächster Schritt in diese richtige Richtung ist die geplante Neugestaltung des Bonner Viktoriakarrees durch den Investor SIGNA. Der plant, dort ein Einkaufszentrum kombiniert mit Studentenwohnungen zu errichten. So entsteht ein gemischt genutztes, lebendiges Stadtquartier. Es wird zum Brückenschlag zwischen Universität und der innerstädtischen Fußgängerzone. Gleichzeitig bildet das Areal einen Mosaikstein in der Entwicklung der Einzelhandelsflächen Bonns. Das wertet die Attraktivität der Bonner Innenstadt noch einmal auf.

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