Aktuelle Umfrage von Bonndirekt zur Bonner City

Der Bonner Blog Bonndirekt hat eine neue Umfrage veröffentlicht. Dannach fühlt sich die Mehrheit der Bonner Bürger zwar wohl in der City. Dennoch fehlen zusätzliche Einkaufsmagneten und vor allem die schlechte Parksituation wird kritisiert.

Bonn muss sein Angebot an Geschäften verbreitern, um nicht den Anschluss an die Konkurrenz aus Köln und den Onlinehandel zu verlieren so das Ergebnis der Umfrage. Und auch die Attraktivität der Innenstadt soll durch Um- und Neubauten vorhandener Flächen und Gebäude weiter gesteigert werden. Gelöst werden soll auch das Verkehrsproblem im Cityring.
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Bonn: Leerstand in der Kaiserpassage

Die Kaiser-Passage in der Bonner Innenstadt ist ein Beispiel dafür, dass nicht jede Passage automatisch auch ein Erfolg ist. So stehen dort mittlerweile über die Hälfte der Ladenlokale leer. Auch Sicht des Eigentümers, die Zurich-Gruppe, ist in erster Linie die Schließung der Uni-Garage dafür verantwortlich. Mieter und anliegende Geschäftsleute sehen die Sache jedoch anders.

Uni-Garage und verändertes Einkaufsverhalten

In einer Mitteilung schreibt die Gruppe: „Darüber hinaus ist die Kaiserpassage durch den langfristigen Wegfall der Parkmöglichkeiten in der Uni-Garage negativ betroffen.“ Diese ist seit 2013 geschlossen. Und daran wird sich aber frühestens zum Weihnachtsgeschäft 2019 wieder etwas ändern.

Das ist aber nicht der einzige Grund, den die Zurich-Gruppe anführt. Ein weiterer sei das veränderten Einkaufsverhalten der Besucher der Innenstadt, hinzu komme die Diskussionen um Dieselverbote und City-Maut. Interessanterweise hat eine Umfrage des Internetportals „bonndirekt“ kürzlich ergeben, dass die Bonner gerne in ihrer City einkaufen.

Die Versicherung meint, dass die Kaiserpassage „nach dem Auslaufen der Mietverträge einiger Einzelhandelsmieter der ersten Stunde nun in einer Phase angekommen, in welcher die Überarbeitung ansteht“. Man wolle „die Qualität des Objektes und der Lage zu erhalten und weiter auszubauen“. Was da konkret bedeutet lässt die Versicherung offen.

Durchbruch zum Busbahnhof

Auch in der Stadtverwaltung ist die Passage ein Thema. Dort heißt es, man sehe die verwinkelte Aufteilung als ein zentrales Problem der Passage an; ebenso die vergleichsweise kleinen Ladenflächen. Und nicht zuletzt stelle sie trotz ihrer Durchlässigkeit für Passanten keine Abkürzung dar. Das sehen Mieter und angrenzende Ladenbesitzer ähnlich. „Ein geplanter Durchbruch zum Busbahnhof liegt seit Jahren auf Eis, weil es ja trotz Masterverkehrsplan immer noch keine finale Planung für den Busbahnhof gibt“, so die Meinung rund um die Passage. Stattdessen halten sich auch hartnäckig die Gerüchte, dass die „Zurich“ im Zuge ihre Umzugs nach Köln die Passage verkaufen will und deshalb nicht investiert.“

Dach schließen

Und Investitionen sind dringend notwendig. Zwar wurde Bereichs des Ankermieters „DM“ in der untertesten Etage gerade renoviert. Aber vor allem die Forderung, das Dach der Passage zu schließen, um die zugige Passage im Winter attraktiver und damit besser nutzen zu können, wurde bislang vom Eigentümer nicht umgesetzt. Angeblich sei dies in Folge des Brandschutzes nicht möglich. Im Ergebnis ist die Kaiserpassage ein Beispiel dafür, dass nur Konzept funktionieren, die baulich und inhaltlich den Bedürfnissen der anspruchsvollen Konsumenten entsprechen.

Viktoriakarre: Startup eingezogen

Viktoriakarree in Bonn: Mit „The 9th“ zieht ein Jung-Unternehmen ein

Jetzt hat in der Stockenstraße ein Startup seine Aktivitäten aufgenommen. Es nennt sich „The 9th“ und will das Co-Working in der Bonner City vorantreiben. Weitere Schwerpunkte des jungen Unternehmens sind Events, Pop-Up, Concept Store und Streetart.

Damit ist es dem Besitzer des Viktoriakarrees gelungen, ein weiteres Unternehmen während des laufenden Bürgerworkshops und der damit verbundenen zweijährigen Planungszeit in dem Areal anzusiedeln. Diesmal ein Jung-Unternehmen. Erst vor kurzem vermietete Signa zwei weitere Räumlichkeiten. Ebenfalls an der Stockenstraße hat ein Burger-Laden seine Tore geöffnet. Und an der Ecke Rathausgasse/Stockenstraße werden wieder Backwaren verkauft.

Damit hat sich der Leerstand wieder ein wenig verringert. So ist zum Beispiel auch die Bürgerwerkstatt ist im Viktoriakarree untergekommen. Und die Alanus-Hochschule nutzte die ehemalige Tanzschule im Viktoriakarree für eine seiner Ausstellungen. So nach und nach belebt sich das Viktoriakarree wieder.

Aktuelle Studie zeigt: In Bonn fehlen Wohnungen

In Deutschland fallen Bautätigkeit und Baubedarf räumlich krass auseinander. Während es in allen Großstädten an Wohnungen mangelt, werden in vielen ländlichen Regionen deutlich zu viele Einfamilienhäuser gebaut. Dies zeigt die Baubedarfsanalyse des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln für den Zeitraum 2011 bis 2015. (https://www.iwkoeln.de/studien/iw-kurzberichte/beitrag/philipp-deschermeier-ralph-henger-bjoern-seipelt-michael-voigtlaender-wohnungsmangel-in-den-staedten-leerstand-auf-dem-land-342975)

Bedarf an Wohnungen in Bonn nur zu 49 Prozent gedeckt.
So stellten die Autoren der Studie fest, dass alleine in den sieben größten Städten in Deutschland nur 32 Prozent der benötigten Wohnungen auch gebaut worden sind. In Bonn ist der Baubedarf nur zu 49 Prozent gedeckt. „Der enorme Wohnungsmangel in den Großstädten macht eine scharfe Preiskorrektur unwahrscheinlich. Selbst wenn sich die Rahmenbedingungen ändern, die Zinsen wieder leicht steigen und die Wanderung in die Städte nachlässt, bleibt Wohnraum knapp. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass allein aufgrund der Zinsentwicklung noch stärkere Preisanstiege gerechtfertigt gewesen wären“, heißt es in der Analyse.

Überbauung auf dem Land
Auf dem Land sieht es genau umgekehrt aus. In vielen ländlichen Kreisen ist deutlich mehr gebaut worden als nötig gewesen wäre. „Die Ursachen für diese Überbauung des ländlichen Raums sind vielfältig. Sehr stark wirken hier die Niedrigzinsen, welche die Finanzierung günstiger und damit den Kauf einer Immobilie attraktiver machen. Auch die Erschwinglichkeit von großen Einfamilienhäusern ist damit in den letzten Jahren deutlich gestiegen“, so die Autoren der Studie. Wenngleich die Baukosten in der Vergangenheit ebenfalls stetig angezogen sind, wirkt der Zinseffekt der letzten Jahre deutlich stärker auf die Gesamtkosten beim Kauf eines Hauses. Hinzu kommt, dass in ländlichen Räumen Bauland reichlich vorhanden ist. Während in den Großstädten verfügbare Grundstücke den entscheidenden Flaschenhals darstellen.

Deutschland wächst wieder
Und dieser Flaschenhals wird immer stärker belastet. Denn im Zuge der starken Zuwanderung in den letzten Jahren hat sich die demografische Perspektive Deutschlands verschoben, insgesamt wächst Deutschland wieder. Allerdings konzentriert sich die Entwicklung auf einige Ballungsräume, in vielen ländlichen Regionen oder auch in Regionen mit schwieriger wirtschaftlicher Perspektive wird die Bevölkerung weiter schrumpfen. Für Bonn lässt diese Analyse des Institutes der deutschen Wirtschaft nur einen Schluss zu. Die Verantwortlichen der Stadt müssen sich verstärkt für die Schaffung neuen Wohnraums in der Innenstadt einsetzen. Jeder noch so kleine neu geschaffene Wohnraum ist zu begrüßen. Also sollte bei jedem neuen Bauprojekt in der Stadt auch der fehlende Wohnraum mit bedacht werden.

Kultur- und Freizeitangebot erhöht Attraktivität

In einer Studie beschäftigt sich das Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung auch mit der Rolle von Kultur und Freizeit in den Innenstädten Deutschlands. Städte sind seit jeher Zentren wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Aktivitäten, so die Studie. Der Handel übernimmt dann gemeinsam mit Gastronomie, Tourismus, Kultur- und Freizeitangeboten eine zentrale Rolle für die Attraktivität der Stadt und ist wichtiger Motor der Innenstadtentwicklung. Das gilt auch für die Bonner Innenstadt.

Laut Studie ist eine monofunktionale Optimierung der Innenstädte mit Fokus auf den Handel weder gewünscht noch zielführend. Vielmehr gilt es, einen gesunden Mix aus Handel, Kultur- und Freizeitangebot, Bildung sowie Gastronomie zu finden, um eine Innenstadt attraktiv zu gestalten.

Das ergibt sich unter anderem aus dem Ausgabeverhalten der Bevölkerung. Bereits seit den 1960er-Jahren nimmt der Anteil der einzelhandelsrelevanten Ausgaben an allen Verbrauchsausgaben ab. Dieser Trend setzt sich weiter fort. Im Jahr 2003 gaben die Deutschen noch 33 Prozent ihrer Konsumausgaben im Einzelhandel aus. Zehn Jahre später waren es nur noch 28,6 Prozent. Dabei handelt es sich um bewusste Konsumentscheidungen der Verbraucher. So tritt die Nachfrage nach Freizeitaktivitäten, Kultur und Urlaub an Stelle von Nachfrage nach Konsumgütern. Dem muss das Angebot in einer Innenstadt gerecht werden.

In vielen größeren Städten geschieht dies bereits. Größere Innenstädte weisen einen Freizeit-, Stadtbummel- und Unterhaltungscharakter auf. Oft sind auch junge Leute in ihrem Freizeitverhalten eher auf die Innenstadt hin orientiert; dagegen ziehen ältere Kunden kleinere, übersichtliche und zentrumsnahe Geschäfte vor. Die Erlebniskomponente und ein Freizeit- und Spaßeffekt sind also eine wichtige Facetten der „Überlebensstrategie“ des stationären Einzelhandels.

Ein verstärktes Kultur- und Freizeitangebot ist also stadtpolitisch besonders bedeutsam. Dieses muss vor allem auf die Interessen der Bonner Stadtbevölkerung zugeschnitten sein. Kultur- und Freizeitangebote wirken aber auch bis weit in die Region hinein, was bedeutet, dass nicht nur das Einkaufsangebot Menschen aus dem Umland Bonns in die Innenstadt lockt. Ein richtiger Schritt in diese Richtung in Bonn wäre der Erhalt des Stadtmuseums im Viktoriakarree, wie es dessen Förderverein fordert. So würde ein wichtiges kulturelles Angebot in der Innenstadt bleiben, das die Attraktivität des Stadtkerns erhöht.

Bedrohung durch Onlinehandel

Nachholbedarf bei dem stationären Einzelhandel
Der Marktforscher PricewaterhouseCoopers (PwC) hat untersucht, wie der Einzelhandel auf die Zunahme des Online-Handels reagiert. Um der Konkurrenz aus dem Netz entgegenzutreten, drängt der stationäre Einzelhandel mit neuen Läden in die Innenstadt. Für gut die Hälfte sind dabei Geschäfte in attraktiver Innenstadtlage erste Wahl. Auch der Bonner Einzelhändler muss sich erfolgreich gegenüber dem Online-Handel positionieren.
„Der stationäre Einzelhandel gerät durch die aufstrebende Konkurrenz aus dem Netz zunehmend unter Druck. Mit der Eröffnung neuer Shops in A-Lage deutscher Innenstädte reagieren die Händler auf den Wunsch der Verbraucher, die für ihren Einkauf jenseits des täglichen Bedarfs die City bevorzugen. In den online-affinen Branchen wie Mode und Unterhaltungselektronik werden sich Händler allerdings intensiver mit der Wahl ihrer Standorte und den zum Konsumverhalten passenden Formaten auseinander setzen müssen“, analysiert Gerd Bovensiepen, Leiter des PwC-Geschäftsbereichs Handel und Konsumgüter in Deutschland und Europa.

Traditionelle Stärke
Dabei haben die Händler nicht vergessen, wo sie herkommen und setzen auf ihre traditionellen Stärken. Zwei Dinge sind ihnen dabei besonders wichtig. 78 Prozent der Einzelhändler investieren in die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter und 84 Prozent stecken Geld in die Renovierung und Modernisierung der Läden. In puncto Dienstleistung haben die meisten Kunden Interesse an einem Einpack-Service. Dieses Bedürfnis erkennen 64 Prozent der Händler.
In ihrer Studie zeigen sich die Experten von PcW überrascht, wie sehr der stationäre Handel vor dem Segment Online-Handel zurückschreckt. Knapp die Hälfte der Händler gab in der Befragung an, dass immer mehr Kunden in Online-Shops abwandern. Allerdings würden bei weitem nicht alle Händler ihren Kunden ins Internet folgen. Lediglich 30 Prozent der befragten Handelsunternehmen betreiben einen eigenen Online-Shop, 15 Prozent planen dies.

Cross-Channel-Angeboten
„Angesichts der weiter steigenden Online-Umsätze insbesondere in den Segmenten Mode und Unterhaltungselektronik ist diese Zurückhaltung überraschend. Der Mehrheit der Händler ist es außerdem noch nicht gelungen, die stationäre Kundenbindung in den eigenen Online-Shop zu übertragen oder auch Konsumenten über das Internet in die Läden zu locken. Im Schnitt erzielen die Händler lediglich elf Prozent ihres Jahresumsatzes im Netz. Der stationäre Einzelhandel steht vor der schwierigen Aufgabe, seine Kunden mit attraktiven Cross-Channel-Angeboten zu überzeugen“, kommentiert Gerd Bovensiepen. Dabei dürfe der Online Präsenz des Handels nicht ignoriert werden. Denn Kunden erwarten Verknüpfung von online und offline.

Click & Collect-Angebot
Bei der Vernetzung von stationärem Laden und Online-Geschäft haben die Händler noch erheblichen Nachholbedarf. Lediglich 28 Prozent investieren bereits in die bessere Verknüpfung von Filiale und Online-Shop, obwohl dem Kunden das nahtlose Zusammenspiel zwischen online und offline wichtig ist. 81 Prozent der Verbraucher möchten online die Warenverfügbarkeit im nächstgelegenen Geschäft abfragen können; 73 Prozent der Kunden wünschen sich Online-Coupons für Vergünstigungen im Geschäft. Knapp zwei Drittel der Kunden möchten ein Produkt im Internet bestellen und im Geschäft abholen; dieses Click & Collect-Angebot haben nur drei von zehn Händlern bereits implementiert. Auch in Bonn sind viele an einer solchen Möglichkeit interessiert. Der Handel unterschätzt, wie wichtig dem Kunden der Einsatz digitaler Medien vor und während des Einkaufsbummels ist“, so Bovensiepen. Nur rund 40 Prozent der Händler gehen davon aus, dass ihre Kunden vor dem Einkauf Preise im Internet vergleichen; fast 80 Prozent der Konsumenten machen dies aber.

Externe Experte
Wenn der Bonner Einzelhandel gegenüber dem Online Handel bestehen will, muss er sich entsprechend positionieren. Dabei muss er sich nicht alleine auf Cross-Channel und Click & Collect Angebote konzentrieren. Viel wichtiger ist es, einen hochwertigen Mix aus Geschäften zu schaffen, dessen Portfolio attraktiv und innovativ ist. In anderen Städten Europas hat es sich bereits gezeigt, dass diese es mit externen Experten, die sich mit der Problematik auskennen, bereits in die Tat umgesetzt haben.

Alte Akademie in München wird umgestaltet

Die Alte Akademie in München, auch Wilhelminum genannt, hat bereits so einiges erlebt. Sie war Jesuitenkolleg, Polizeidirektion, Staatsbibliothek, Zeichenschule, Universität, Statistikamt und Kreditanstalt. Damit beherbergte Münchens Alte Akademie hinter ihrer Renaissance-Fassade aus dem 16. Jahrhundert schon die unterschiedlichsten Nutzungen.

Jetzt kümmert sich die Unternehmensgruppe SIGNA um das historische Gebäude in der Münchener Altstadt. 2013 übernahm sie vom Freistaat Bayern im Erbbaurecht den südlichen Teil des Areals. Auf den rund 6.000 Quadratmetern errichtet SIGNA jetzt zu zwei Dritteln Handel und Gastronomie. Der Rest soll in Wohnungen und Büros umgewandelt werden.

Diese Tatsache feierte das Unternehmen jetzt mit einem kleinen Picknick im Innenhof der Alten Akademie, genannt Schmuckhof. Den Architekturwettbewerb zur Bebauung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes gewann das Büro Morger Partner Architekten aus Basel.

Die Umbaupläne seien „behutsam und stimmig“, hieß es bei der offiziellen Präsentation des Konzepts. Der Entwurf mit Loggien hat die Jury überzeugt. Die Alte Akademie werde nicht zerstört, trotzdem werde der Komplex im Zentrum behutsam weiterentwickelt. Vorrangiges Ziel sei es das Gebäude „denkmalschutzgerecht entwickeln“.

Mit dem Picknick im Schmuckhof will der Investor zeigen, was für ein Mehrwert für die Alte Akademie durch einen „öffentlichen Innenhof“ entsteht. Denn wenn der Umbau fertig ist, soll dort Gastronomie Einzug erhalten. Und die Gäste des Picknicks waren sich einig. Sie können sich sehr gut vorstellen, dort im Sommer eine Cappuccino in einem Cafe zu genießen.

Die Alte Akademie in München, auch Wilhelminum genanntDie Alte Akademie in München

Förderverein sieht Zukunft des Stadtmuseums im Viktoriakarree

Seit einiger Zeit wird in Bonn über den zukünftigen Standort des Bonner Stadtmuseum diskutiert. Nun hat sich der Förderverein des Museum klar zu dem Thema positioniert. Nach Ansicht von Gisbert Knopp, Vorsitzender des Fördervereins, soll das Stadtmuseum im Viktoriakarre beheimatet bleiben. Genauer gesagt im Viktoriabad.

Hintergrund sind die Vorschläge der Stadtverwaltung, das Museum neben der früheren Pestalozzischule in einem Neubau anzusiedeln. Ein derartiger Neubau wäre aus der Sicht von Knopp viel zu teuer. Ein solches Projekt würde 19 Millionen Euro oder mehr verschlingen. Über so viel Geld würde die Stadt überhaupt nicht verfügen, was die Umsetzung auf die lange Bank schieben würde.

Die Realisierung des neuen Stadtmuseum im Viktoriabad koste dagegen nur rund zwei Millionen Euro. Also einen Bruchteil der veranschlagten Summe für die Neubau-Variante. Gisbert Knopps Vorschlag sieht vor, im Schwimmbad stählerne Etagen aufzubauen. Auf diese Weise könnte genügend Platz für das Stadtmuseum geschaffen werden. Und auch kurz- bis mittelfristig sei eine solche Lösung zu bevorzugen.

Durch einen Verbleib im Viktoriakarree sei auch das Bestehen des Museums gesichert. Schließlich sei der Neubau, in dem das Stadtmuseum angesiedelt werden soll, noch überhaupt nicht beschlossen, geschweige denn gebaut. Mit einem geplanten Umzug in den Neubau müsste das Stadtmuseum nach dem Ende der Bürgerwerkstatt im Viktoriakarree das selbige verlassen. Damit wäre das Stadtmuseum heimatlos.

Manche Vertreter der Kommunalpolitik scheinen von dem Vorstoß der Stadtverwaltung überrascht worden zu sein. So wollten die Grünen den Vorschlag nicht direkt kommentieren, da dieser erst innerhalb der Fraktion diskutiert werden müsste. Ähnlich sieht es bei der CDU aus.

Erneute Verwüstung im Viktoriakarree

Wieder besetzten Chaoten das Viktoriakarree und rufen die Polizei auf den Plan

Zum wiederholten Male sind Vertreter des Libertären Zentrums in die leer stehende Räumlichkeiten des Viktoriakarrees eingebrochen, um diese zu besetzen. Und wieder musste die Polizei anrücken und die Aktion beenden. Bei dem Besetzungsversuch entstand erneut ein nicht unerheblicher Sachschaden. So mussten unter anderem vier Schlösser und ein Fenster erneuert werden.

Es scheint, dass solche Aktionen in der Nachbarschaft des Viktoriakarrees allmählich zum Alltag gehören. Da werden Erinnerungen wach an die Chaote und selbst ernannten Anarchisten aus den 1980er Jahren. Stichworte sind hier Wackersdorf, Startbahn West oder Hausbesetzerszene.

Während Bonner Bürger und Bügerinnen in der Bürgerwerkstatt an konstruktiven Lösungen für das Viertel in der Bonner Innenstadt arbeiten, versuchen Vertreter des Libertären Zentrums unkonstruktiv für Unruhe zu sorgen. Das sorgt bei den Anwohnern für Unmut und Sorgen. Mittlerweile werden Rufe nach mehr Polizeikontrollen laut.

Und auf ihrer Internetseite prahlen die Vertreter des Libertären Zentrums sogar noch mit ihrer chaotischen Aktion. Es sei eine Geburtstagsfeier anlässlich ihres Jahrestages gewesen. Entschuldigung, eine Geburtstagsfeier sieht anders aus.

Erneute Verwüstung im Viktoriakarree

Zum wiederholten Male sind Vertreter des Libertären Zentrums in die leer stehende Räumlichkeiten des Viktoriakarrees eingebrochen, um diese zu besetzen.

Keine Geisterstadt in der Bonner Stadtkern

Viele Innenstädte in Deutschland droht die Gefahr, zu Geisterstädten zu werden. Sei es in Bayern, Sachsen oder Norddeutschland. Überall beschweren sich Bürger, dass in den Zentren ihrer Städte am Abend und in der Nacht kaum noch Mensch auf der Straße anzutreffen ist. In Bonn sieht es nicht viel anders aus.

Der Grund dafür ist, dass in den meisten Städten kaum noch Menschen in den Innenstädten wohnen. Und wenn die Türen der Geschäfte zum Ladenschluss schließen, wird es ruhig und leer. Zu ruhig finden manche und meiden ihre Stadtkerne, dass sie ein mulmiges Gefühl bekommen, wenn sie sich abends dort aufhalten. Wie in einer Geisterstadt.

Eines ist klar, eine Belebung nach Ladenschluss würde solchen Stadtzentren gut tun. Hilfreich wäre ein Mix aus Wohnen, Einzelhändlern und Gastronomie. Das gastronomische Angebot würde Einkäufer nach ihren Einkauf und nach dem Ladenschluss bewegen, in der Innenstadt zu bleiben, um etwas zu essen und zu trinken.

Das wiederum würde Menschen sogar nach Ladenschluss in den Stadtkern locken, auf der Suche nach abendlicher Geselligkeit. Und die darüber wohnenden Studierenden würden ihren Teil dazu beitragen, dass wieder mehr Leben in den Stadtkern einzieht. Dafür sind sie hinlänglich bekannt. Und genau einen solchen Mix plant SIGNA für das Viktoriakarree, das im Zentrum Bonns liegt.