Förderverein sieht Zukunft des Stadtmuseums im Viktoriakarree

Seit einiger Zeit wird in Bonn über den zukünftigen Standort des Bonner Stadtmuseum diskutiert. Nun hat sich der Förderverein des Museum klar zu dem Thema positioniert. Nach Ansicht von Gisbert Knopp, Vorsitzender des Fördervereins, soll das Stadtmuseum im Viktoriakarre beheimatet bleiben. Genauer gesagt im Viktoriabad.

Hintergrund sind die Vorschläge der Stadtverwaltung, das Museum neben der früheren Pestalozzischule in einem Neubau anzusiedeln. Ein derartiger Neubau wäre aus der Sicht von Knopp viel zu teuer. Ein solches Projekt würde 19 Millionen Euro oder mehr verschlingen. Über so viel Geld würde die Stadt überhaupt nicht verfügen, was die Umsetzung auf die lange Bank schieben würde.

Die Realisierung des neuen Stadtmuseum im Viktoriabad koste dagegen nur rund zwei Millionen Euro. Also einen Bruchteil der veranschlagten Summe für die Neubau-Variante. Gisbert Knopps Vorschlag sieht vor, im Schwimmbad stählerne Etagen aufzubauen. Auf diese Weise könnte genügend Platz für das Stadtmuseum geschaffen werden. Und auch kurz- bis mittelfristig sei eine solche Lösung zu bevorzugen.

Durch einen Verbleib im Viktoriakarree sei auch das Bestehen des Museums gesichert. Schließlich sei der Neubau, in dem das Stadtmuseum angesiedelt werden soll, noch überhaupt nicht beschlossen, geschweige denn gebaut. Mit einem geplanten Umzug in den Neubau müsste das Stadtmuseum nach dem Ende der Bürgerwerkstatt im Viktoriakarree das selbige verlassen. Damit wäre das Stadtmuseum heimatlos.

Manche Vertreter der Kommunalpolitik scheinen von dem Vorstoß der Stadtverwaltung überrascht worden zu sein. So wollten die Grünen den Vorschlag nicht direkt kommentieren, da dieser erst innerhalb der Fraktion diskutiert werden müsste. Ähnlich sieht es bei der CDU aus.

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