Chronik Viktoriakarree

2009:
Erste Gespräche zwischen der Signa Holding GmbH und  der Stadt Bonn finden statt. Signa erarbeitet ein Shopping-Mall-Konzept für das Viktoriakarree.

29.05.2010:
Schließung des Bades durch die Stadt Bonn. Für die Folgenutzung des Areals ist hauptsächlich Einzelhandel vorgesehen.

2011:
Signa beginnt mit dem Erwerb einiger privater Grundstücke des Viktoriakarrees.

Januar 2012:
Signa gibt den Erwerb des Dahm-Grundstücks bekannt und wirbt bereits für das geplante „Kaufhaus Viktoria“ mit ca. 30.000 m² vermietbarer Fläche.

15.10.2013:
Die damals von Gottfried Böhm entworfene Fassade und das in seiner Materialtechnik und Größe einzigartige Kunststofffenster des Viktoriabades wird unter Denkmalschutz gestellt.

23.04.2014:
Die städtischen Grundstücke im Viertel werden europaweit zum Verkauf und zur anschließenden Bebauung ausgeschrieben.

02.06.2014:
Die Ausschreibungsfrist läuft aus. Es liegen Angebote von Signa und der Hochtief AG vor.

11.06.2015:
Die Fachjury entscheidet zugunsten des Signa -Konzepts, trotz „zwei schwacher Ergebnisse“.

18.06.2015:
Der Stadtrat erteilt der „Viktoria-Karree Immobilien GmbH“ (Tochter der Signa Holding GmbH) den Zuschlag für das Projekt.

28.07.2015:
Die Bürgerinitiative „Viva Viktoria! e. V.“ wird gegründet. Mit der Forderung, die aktuellen Entwicklungen zu stoppen und einem Neubeginn des Planungsprozesses mit stärkerer Bürgerbeteiligung.

19.08.2015:
Die erste Mittwochsdemonstration von „Viva Viktoria!“ findet statt. Das ist gleichzeitig der Startschuss für eine Unterschriftensammlung für ein Bürgerbegehren gegen die Planung der Stadt.

16.09.2015:
Ratsmehrheit beschließt Eckpunkte eines Bebauungsplanverfahrens für das Viertel.

25.09.2015:
Es wird bekannt, dass Signa mit den Bonner Stadtwerken in Verhandlungen über das Grundstück mit der Durchfahrt zum Innenhof (Rathausgasse 14) steht und damit weitere Fakten schaffen könnte.

02.10.2015:
„Viva Viktoria!“ reicht beim Bonner Oberbürgermeister 18.828 Unterschriften gegen den Verkauf der städtischen Grundstücke und das geplante Einkaufszentrum ein (für das Bürgerbegehren sind 9.835 Unterschriften notwendig).

22.10.2015:
Noch als die Zulässigkeitsprüfung des Bürgerbegehrens durch die  Stadtverwaltung läuft, wird auf Antrag mehrerer Parteien im Stadtrat das Rechnungsprüfungsamt eingeschaltet. Das soll prüfen, ob das Verfahren um Ausschreibung und Vergabe an den Investor Signa ordnungsgemäß war.

16.11.2015:
Das Bürgerbegehren wird mit 16.417 gültigen Unterschriften für  zulässig erklärt und dem Stadtrat zur Abstimmung vorgelegt.

30.11.2015:
Der Stadtrat stimmt mit einer knappen Entscheidung (42 zu 41 Stimmen) dem Bürgerbegehren zu und muss so den Beschluss zum Verkauf der städtischen Grundstücke an den Investor Signa zurücknehmen.

22.12.2015:
In einem Gespräch am 18. Dezember haben sich Vertreter der Stadtverwaltung und der Bürgerinitiative „Viva Viktoria!“ konstruktiv über ihre Vorstellungen zu der vom Rat am 30.11. beschlossenen und von der Verwaltung durchzuführenden Bürgerwerkstatt zum Viktoriakarree ausgetauscht.

23.12.2015:
Signa fordert den Oberbürgermeister schriftlich auf, das Vergabefahren für die städtischen Grundstücke samt ehemaligem Viktoriabad im Viktoriakarree zu überprüfen.

24.01.2016:
Die Stadtverwaltung berichtet im nicht-öffentlichen Teil der Kulturausschuss-Sitzung der Politik, dass die Umzugspläne des Stadtmuseums an die Colmantstraße nicht weiter verfolgt würden.

11.03.2016:
In einem Telefonat haben das Management der österreichischen Signa-Holding und der Oberbürgermeister Ashok Sridharan vereinbart, leerstehende Wohnungen im Viktoriakarree befristet zur Unterbringung von Flüchtlingen anzumieten.

14.04.2016:
Die Bürgerinitiative „Viva Viktoria!“ hat nach eigenen Angaben 1.260 Unterschriften gegen Leerstände in den Ladenlokalen gesammelt, die an die Stadtverwaltung übergeben worden sind.

10.05.2016:
Die sogenannte Initiative für ein libertäres Zentrum (LIZ) besetzt aus Protest gegen Umbaupläne der Signa-Holding eine Wohnung im Viktoriakarree, Signa erstattet Strafanzeige gegen die Aktivisten.

11.05.2016:
Mehrere hundert Menschen haben sich in der Innenstadt zu einer Kundgebung gegen das drohende Aus für das Szenelokal „Blow Up“ versammelt.

23.06.2016:
Der Hauptausschuss der Stadt beauftragt die Stadtverwaltung, die Durchführung dieser Bürgerbeteiligung auszuschreiben.

21.07.2016:
Die durch den Rat beschlossene Aufhebung des Vergabeverfahrens in Sachen Viktoriakarree ist rechtmäßig. Das geht aus einem Beschluss der Vergabekammer Rheinland vom 21. Juli 2016 hervor.

17.09.2016:
Auf Antrag von Signa-Anwältin Simone Kämpfer von der Kanzlei TDWE aus Düsseldorf werden die Ermittlungen gegen die Hausbesetzer wieder aufgenommen, diese waren eingestellt worden.

20.10.2016:
Der Bau- und Vergabeausschuss hat im nicht-öffentlichen Teil seiner Sitzung die Durchführung der Bürgerwerkstatt für das Viktoriakarree vergeben. Die Wahl fiel auf das Bonner Unternehmen Zebralog GmbH.

11.02.2017:
Mit einer Auftaktveranstaltung fiel der offizielle Startschuss des Bürgerbeteiligungsverfahrens. Seit diesem Zeitpunkt haben alle interessierten Bonnerinnen und Bonner die Möglichkeit, gemeinsam Ideen für die Zukunft des Areals rund um das geschlossene Viktoriabad zwischen Rathausgasse, Belderberg, Franziskanerstraße und Stockentor zu entwickeln und zu diskutieren.

 

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