Studie der IHK: Bonner Unternehmen unzufrieden mit der Stadtverwaltung und Politik

Eine hohe Unzufriedenheit herrscht unter Bonner Unternehmen über die Leistungen der Stadtverwaltung und den Politikern im Stadtrat. Dies zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage, die die IHK Bonn unter 1.000 Unternehmen in Bonn durchgeführt hat. Kritisiert wird vor allem die fehlende Zuverlässigkeit bei Entscheidungen. Als negatives Beispiel wird das Viktoriakarree genannt. Trotz eines Investors und eines Ratsbeschlusses wurde das Projekt gekippt.

Auch die Wirtschaftsförderung kommt in der Studie schlecht weg. So fehlt es den Unternehmen an einer strategisch ausgerichteten Planung. Und auch für Unternehmensgründer werde zu wenig getan. Die langen Bearbeitungszeiten für die Ausweisung von Gewerbeflächen oder Baugenehmigungen sind aus Sicht vieler Unternehmen nicht nachvollziehbar. Zu hoch im Vergleich zu anderen Städten sind auch die Belastungen bei Abgaben, wie die Grundsteuersätze oder die Gebühren für Abwasser. Besondere Kritik erhielt der mangelnde Ausbau von schnellen Internetverbindung bei den abgefragten Standortfaktoren. Dies sei für viele Unternehmen mit Onlinegeschäftsmodellen ein deutlicher Wettbewerbsnachteil. Die kompletten Studien sind unter www.ihk-bonn.de einsehbar.

Viktoriakarree BonnBild: Viktoriakarree Bonn

Aktuelle Umfrage von Bonndirekt zur Bonner City

Der Bonner Blog Bonndirekt hat eine neue Umfrage veröffentlicht. Dannach fühlt sich die Mehrheit der Bonner Bürger zwar wohl in der City. Dennoch fehlen zusätzliche Einkaufsmagneten und vor allem die schlechte Parksituation wird kritisiert.

Bonn muss sein Angebot an Geschäften verbreitern, um nicht den Anschluss an die Konkurrenz aus Köln und den Onlinehandel zu verlieren so das Ergebnis der Umfrage. Und auch die Attraktivität der Innenstadt soll durch Um- und Neubauten vorhandener Flächen und Gebäude weiter gesteigert werden. Gelöst werden soll auch das Verkehrsproblem im Cityring.
Hier geht es zur Umfrageergebnissen – bitte hier klicken.

Einkaufszentrum lockt Kunden aus dem Umland

Einkaufszentren erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Das geht aus einer Statistik der EHI Retail Institute GmbH in Köln hervor. Demnach gibt es in Deutschland bereits über 450 Einkaufstempel mit einer Gesamtmietfläche von über 14 Mio. Quadratmetern. Im Trend liegen vor allem innerstädtische Center mit vergleichsweise geringen Mietflächen.

Attraktive Shopping-Center locken mehr Kunden in die Innenstädte und erhöhen somit die Bedeutung der Innenstadt im jeweiligen Handelsnetz, so die Studie. Damit ist der Trend, neue Einkaufszentren nicht mehr auf der grünen Wiese, sondern in innerstädtischen Lagen zu errichten aus stadtentwicklungspolitischer Sicht zu begrüßen. Denn sie erhöhen die Passantenfrequenzen in der Innenstadt.

Und von den zusätzlichen Kunden profitieren nicht nur die Geschäfte des Einkaufszentrums in der Innenstadt. Das Gleiche gilt für die Geschäfte in der gesamten Innenstadt. Denn wie Beobachtungen in verschiedenen Städten Deutschlands zeigen, kommt es zu einem regen Besucheraustauch zwischen dem Einkaufszentrum und der Innenstadt.

Der Zuwachs an Kunden durch ein Einkaufszentrum hat noch einen weiteren positiven Effekt. Denn es ist ebenfalls zu beobachten, dass durch die Ansiedlung eines Einkaufszentrums private und öffentliche Folgeinvestitionen angestoßen werden. Ein Einkaufszentrum bietet außerdem die Möglichkeit zum „Erlebniskauf“. Dadurch hat der Einzelhandel die Möglichkeit, gegenüber dem Internethandel zu punkten.

Attraktive Shopping-Center in den Innenstädten

Attraktive Shopping-Center in den Innenstädten (Quelle: pixabay.com)

Attraktivitätsschub für Innenstadt

Ein Einkaufszentrum bringt der Bonner Innenstadt einen entscheidenden Vorteil. Wenn im Viktoriakarree ein neues Einkaufszentrum seine Pforten öffnet, wird dadurch automatisch die Wettbewerbsposition der Innenstadt gegenüber kleineren Innenstädten im Umland stärken.

Eine Shopping Mall lockt Kunden aus nah und fern. Und da Einkaufszentren in der Regel von Kunden regelmäßig besucht werden, sorgt dies für eine Kundenbindung, von der nicht nur das Einkaufszentrum profitiert, sondern der gesamte Einzelhandel der Bonner Innenstadt.

Grundsätzlich bringe ein neues Einkaufszentrum für die Bonner Innenstadt einen deutlichen Attraktivitätsschub. Der zentrale Versorgungsbereich kann seine Wettbewerbsposition gegenüber den nächstgelegenen großen Konkurrenzstandorten stabilisieren und verbessern. Außerdem wird das Angebot der Innenstadt durch ein solches Center gesteigert und damit vielfältiger.

Neue Einkaufszentren locken nicht nur Kunden an, auch große Unternehmen wie Vodafone oder Primark siedeln sich gerne in Shopping Malls mit ihren Filialen ein. Und das zieht zusätzliche Käufer an. Davon profitieren nicht nur die Geschäfte des Einkaufszentrums. Da Bonn eine attraktive Fußgängerzone hat, werden auch die dortigen Geschäfte von dem Mehr an Kunden und der verstärkten Kaufkraft profitieren.

Und Einkaufszentren betreiben intensive Marketing- und Werbekampagnen. Diese sind meist überregional ausgeprägt. Auch davon profitiert der Bonner Einzelhandel, denn letztendlich bewirbt das Einkaufszentrum im Viktoriakarree nichts anderes als den Einkaufsstandort Bonner Innenstadt. Und der besteht nicht nur aus dem neuen Einkaufszentrum.

Alles unter einem Dach

Die Idee, alle Einkäufe unter einem Dach in einer Shopping Mall zu erledigen, wurde bereits in den 1960er Jahren aus den Vereinigten Staaten von Amerika importierte. Mittlerweile hat sich das Konzept in ganz Europa durchgesetzt. Und dafür gibt es einen guten Grund.

Fragt man die Besucher eines Einkaufzentrums nach ihren Motiven für ihren Besuch, bekommt man oft die gleiche Antwort zu hören. Wie zum Beispiel von Gaby Esser im Rhein Center in Köln: „Ich komme regelmäßig hierhin“, so die Shopperin. „Man findet alles, was man braucht unter einem Dach und weiß, wo man es findet. Das ist praktisch und angenehm.“

Außerdem seien die Wege beim Einkaufen angenehm kurz. Hinzu kämen die gemütlichen Sitzgelegenheiten und Bänke, die reichlich zu finden sind. „Da kann man sich ausruhen und dabei das geschäftige Treiben beobachten. Oder ich gönne mir ein Eis und einen Cappuccino im Eiskaffee.“ Und dabei sei es völlig egal, wie das Wetter ist. Im Einkaufszentrum spiele das Wetter keine Rolle. Mittlerweile habe sich das Rhein Center zu einem Treffpunkt für sie und ihre Freundinnen entwickelt.

Die Ladenlokale im Rhein Center sind komplett vermietet und die Fluktuation ist eher gering. Auch aus wirtschaftlicher Sicht ist das Einkaufszentrum aus der Stadt nicht mehr wegzudenken.

Shopping Mall. Alle Einkäufe unter einem Dach. Einkaufzentrum

Shopping Mall. Alle Einkäufe unter einem Dach.

Tolles Einkaufserlebnis und Studentenwohnungen

In Deutschland zeichnet sich ein neuer Trend ab. Städte und Gemeinden gehen hin und kombinieren neue Einkaufsmöglichkeiten mit Wohnraum für Studenten. Wie zum Beispiel in Klarenthal bei Saarbrücken. Dort wurde ein entsprechendes Bauvorhaben einstimmig genehmigt.

Daraufhin begannen die Bauarbeiten für das neue Einkaufszentrum Süd, das auch Wohnungen für Studierende beinhaltet. Entstanden sind 177 Wohnungen mit jeweils 21 Quadratmetern, alle barrierefrei erreichbar. Damit setzte man auf den steigenden Bedarf der benachbarten Hochschule Rhein-Main. Gleichzeitig wurde ein gutes Beispiel für eine lebendige Innenstadtentwicklung gesetzt.

So sei das Objekt langfristig gut zu betreiben und mit Leben zu füllen, gibt sich der dortige Investor überzeugt. Ein solch „lebendiges“ Projekt würde auch der Bonner Innenstadt gut zu Gesicht stehen. Davon ist SIGNA fest überzeugt. Daher plant SIGNA ebenfalls als eine Kombination aus Einkaufsmöglichkeiten und Studentenwohnungen für das Viktoriakaree.

Dabei bleibe aber der Einkaufsbereich der wichtigste Teil, weil es das Kerngeschäft sei, erklärte Matthias Pfeifer, Architekt für SIGNA in Bonn, im Rahmen der Bürgerwerkstatt. Statt der ursprünglich vorgesehenen Flächen für die Unibibliothek im Viktoriakarree wolle SIGNA aber Studentenwohnungen im Dachgeschoss bauen. Nach Informationen des Studierendenwerk Bonn ist die Situation auf dem Wohnungsmarkt für Studenten sehr angespannt. Ziel des Projekts sei es, dass im Viktoriakarree etwas entsteht, auf das die Bürger stolz sein können und das die Innenstadt mit Leben und Einkaufsfreude erfüllt.

Dass ein solches Konzept aufgeht, zeigt auch der Gasometer in Wien. In dem ehemaligen Industriebau realisierten Architekten eine Kombination aus 73 Studentenappartements mit 247 Betten und einer Geschäftsfläche für ein Einkaufszentrum mit 3.894 Quadratmetern. Mittlerweile ist der Standort nicht mehr aus Wien wegzudenken und wird sogar als Reisetipp für Wien-Reisende aufgeführt.

Starke Entwicklungsmöglichkeiten

Potentialanalyse für Viktoriakarree in Bonner Innenstadt

Für die Realisierung eines Einkaufszentrums am Viktoriakarre hat die Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH eine Potentialanalyse durchgeführt. Diese berücksichtigt auch die die mögliche Entwicklung weiterer innerstädtischer Flächen mit Einzelhändlern. Für die Bestandsanalyse des innerstädtischen Einzelhandels sowie der städtischen und regionalen Wettbewerbssituation wurden Vor-Ort-Recherchen durchgeführt, ergänzt durch die Auswertung von Maklerberichten sowie statistischen Materialien und Informationen der Bundesstadt Bonn.

Ausgangssituation

Die Bundesstadt Bonn mit ihren knapp 320.000 Einwohnern ist nach Köln der zweitwichtigste Einzelhandelsstandort im südlichen Nordrhein-Westfalen. Das Bonner Einzugsgebiet umfasst Städte und Gemeinden des umliegenden Rhein-Sieg-Kreises sowie Teile des nördlichen Bundeslands Rheinland-Pfalz. Stadt und Umland zeichnen sich durch eine stabile wirtschaftliche Entwicklung und ein anhaltendes Bevölkerungswachstum aus. Dennoch sieht sich auch das Oberzentrum Bonn einer zunehmenden Konkurrenz durch die Realisierung neuer Einkaufszentren und großflächiger Einzelhandelsplanungen in den umliegenden Mittelzentren ausgesetzt.

Struktur der Bonner Innenstadt

Insgesamt weist die Bonner Innenstadt aktuell eine Verkaufsfläche von mehr als 130.000 qm auf. Die zentrale Einkaufslage der Bonner Innenstadt besitzt eine kompakte räumliche Ausdehnung. Eine deutliche Ausprägung übernimmt die innerstädtische Leitbranche Bekleidung, Schuhe, (Sport) auch in Bonn. Defizite wurden hingegen bei Elektrowaren festgestellt, die sich jedoch durch die Ansiedlung des Elektrofachmarkts in der Innenstadt relativiert haben. Ebenfalls wurde die Verkaufsflächenstruktur bewertet, die in der Bonner Innenstadt durch viele kleinstrukturierte Flächen, schmale und tiefe Zuschnitte und mehrgeschossige Einzelhandelsnutzungen geprägt wird.

Ausbaupotentiale

Auf Grundlage der Bestandsanalyse und der Entwicklungsmöglichkeiten konnte ein Zusatzbedarf an ca. 35.000 qm Verkaufsfläche ermittelt werden. Hiermit ließen sich auch die derzeitig in der Diskussion befindlichen Einzelhandelsprojekte in Bahnhofsnähe gemeinsam mit dem Viktoriakarree realisieren. Vorrausetzung ist jedoch, dass Einzelhandelsplanungen konzeptionell aufeinander abgestimmt werden. In der Gesamtbetrachtung lässt die Realisierung der Einzelhandelsplanungen eine starke Entwicklungsmöglichkeit für die Bonner Innenstadt erwarten:

  • Die Wettbewerbsposition gegenüber kleineren Innenstädten im Umland würde gestärkt.
  • Von größeren Beeinträchtigungen der Bonner B-Zentren (Bad Godesberg, Beuel und Duisdorf) ist nicht auszugehen.
  • Witterungsgeschütztes Einkaufen würde bisherige Angebotsformen ergänzen und die dadurch derzeit bestehenden Standortnachteile abbauen.
  • Trotz zu erwartender Verkaufsflächenrückgänge in einzelnen Lagen, z. B. durch Wegfall derzeit einzelhandelsgenutzter Ober- und Untergeschosse oder die Verkleinerung tiefer Ladeneinheiten, ist eine Stärkung des bestehenden Einzelhandelsgefüges aufgrund der räumlichen Verteilung der neuen Einzelhandelsstandorte auf die Randlagen der Bonner Innenstadt grundsätzlich möglich.

Chronik Viktoriakarree

2009:
Erste Gespräche zwischen der Signa Holding GmbH und  der Stadt Bonn finden statt. Signa erarbeitet ein Shopping-Mall-Konzept für das Viktoriakarree.

29.05.2010:
Schließung des Bades durch die Stadt Bonn. Für die Folgenutzung des Areals ist hauptsächlich Einzelhandel vorgesehen.

2011:
Signa beginnt mit dem Erwerb einiger privater Grundstücke des Viktoriakarrees.

Januar 2012:
Signa gibt den Erwerb des Dahm-Grundstücks bekannt und wirbt bereits für das geplante „Kaufhaus Viktoria“ mit ca. 30.000 m² vermietbarer Fläche.

15.10.2013:
Die damals von Gottfried Böhm entworfene Fassade und das in seiner Materialtechnik und Größe einzigartige Kunststofffenster des Viktoriabades wird unter Denkmalschutz gestellt.

23.04.2014:
Die städtischen Grundstücke im Viertel werden europaweit zum Verkauf und zur anschließenden Bebauung ausgeschrieben.

02.06.2014:
Die Ausschreibungsfrist läuft aus. Es liegen Angebote von Signa und der Hochtief AG vor.

11.06.2015:
Die Fachjury entscheidet zugunsten des Signa -Konzepts, trotz „zwei schwacher Ergebnisse“.

18.06.2015:
Der Stadtrat erteilt der „Viktoria-Karree Immobilien GmbH“ (Tochter der Signa Holding GmbH) den Zuschlag für das Projekt.

28.07.2015:
Die Bürgerinitiative „Viva Viktoria! e. V.“ wird gegründet. Mit der Forderung, die aktuellen Entwicklungen zu stoppen und einem Neubeginn des Planungsprozesses mit stärkerer Bürgerbeteiligung.

19.08.2015:
Die erste Mittwochsdemonstration von „Viva Viktoria!“ findet statt. Das ist gleichzeitig der Startschuss für eine Unterschriftensammlung für ein Bürgerbegehren gegen die Planung der Stadt.

16.09.2015:
Ratsmehrheit beschließt Eckpunkte eines Bebauungsplanverfahrens für das Viertel.

25.09.2015:
Es wird bekannt, dass Signa mit den Bonner Stadtwerken in Verhandlungen über das Grundstück mit der Durchfahrt zum Innenhof (Rathausgasse 14) steht und damit weitere Fakten schaffen könnte.

02.10.2015:
„Viva Viktoria!“ reicht beim Bonner Oberbürgermeister 18.828 Unterschriften gegen den Verkauf der städtischen Grundstücke und das geplante Einkaufszentrum ein (für das Bürgerbegehren sind 9.835 Unterschriften notwendig).

22.10.2015:
Noch als die Zulässigkeitsprüfung des Bürgerbegehrens durch die  Stadtverwaltung läuft, wird auf Antrag mehrerer Parteien im Stadtrat das Rechnungsprüfungsamt eingeschaltet. Das soll prüfen, ob das Verfahren um Ausschreibung und Vergabe an den Investor Signa ordnungsgemäß war.

16.11.2015:
Das Bürgerbegehren wird mit 16.417 gültigen Unterschriften für  zulässig erklärt und dem Stadtrat zur Abstimmung vorgelegt.

30.11.2015:
Der Stadtrat stimmt mit einer knappen Entscheidung (42 zu 41 Stimmen) dem Bürgerbegehren zu und muss so den Beschluss zum Verkauf der städtischen Grundstücke an den Investor Signa zurücknehmen.

22.12.2015:
In einem Gespräch am 18. Dezember haben sich Vertreter der Stadtverwaltung und der Bürgerinitiative „Viva Viktoria!“ konstruktiv über ihre Vorstellungen zu der vom Rat am 30.11. beschlossenen und von der Verwaltung durchzuführenden Bürgerwerkstatt zum Viktoriakarree ausgetauscht.

23.12.2015:
Signa fordert den Oberbürgermeister schriftlich auf, das Vergabefahren für die städtischen Grundstücke samt ehemaligem Viktoriabad im Viktoriakarree zu überprüfen.

24.01.2016:
Die Stadtverwaltung berichtet im nicht-öffentlichen Teil der Kulturausschuss-Sitzung der Politik, dass die Umzugspläne des Stadtmuseums an die Colmantstraße nicht weiter verfolgt würden.

11.03.2016:
In einem Telefonat haben das Management der österreichischen Signa-Holding und der Oberbürgermeister Ashok Sridharan vereinbart, leerstehende Wohnungen im Viktoriakarree befristet zur Unterbringung von Flüchtlingen anzumieten.

14.04.2016:
Die Bürgerinitiative „Viva Viktoria!“ hat nach eigenen Angaben 1.260 Unterschriften gegen Leerstände in den Ladenlokalen gesammelt, die an die Stadtverwaltung übergeben worden sind.

10.05.2016:
Die sogenannte Initiative für ein libertäres Zentrum (LIZ) besetzt aus Protest gegen Umbaupläne der Signa-Holding eine Wohnung im Viktoriakarree, Signa erstattet Strafanzeige gegen die Aktivisten.

11.05.2016:
Mehrere hundert Menschen haben sich in der Innenstadt zu einer Kundgebung gegen das drohende Aus für das Szenelokal „Blow Up“ versammelt.

23.06.2016:
Der Hauptausschuss der Stadt beauftragt die Stadtverwaltung, die Durchführung dieser Bürgerbeteiligung auszuschreiben.

21.07.2016:
Die durch den Rat beschlossene Aufhebung des Vergabeverfahrens in Sachen Viktoriakarree ist rechtmäßig. Das geht aus einem Beschluss der Vergabekammer Rheinland vom 21. Juli 2016 hervor.

17.09.2016:
Auf Antrag von Signa-Anwältin Simone Kämpfer von der Kanzlei TDWE aus Düsseldorf werden die Ermittlungen gegen die Hausbesetzer wieder aufgenommen, diese waren eingestellt worden.

20.10.2016:
Der Bau- und Vergabeausschuss hat im nicht-öffentlichen Teil seiner Sitzung die Durchführung der Bürgerwerkstatt für das Viktoriakarree vergeben. Die Wahl fiel auf das Bonner Unternehmen Zebralog GmbH.

11.02.2017:
Mit einer Auftaktveranstaltung fiel der offizielle Startschuss des Bürgerbeteiligungsverfahrens. Seit diesem Zeitpunkt haben alle interessierten Bonnerinnen und Bonner die Möglichkeit, gemeinsam Ideen für die Zukunft des Areals rund um das geschlossene Viktoriabad zwischen Rathausgasse, Belderberg, Franziskanerstraße und Stockentor zu entwickeln und zu diskutieren.