Erfolgreiches Konzept belebt Münchener Schrannenhalle

Die Schrannenhalle in München ist ein Gebäudekomplex im Zentrum Münchens in bester Lage. Dennoch stand die Schrannenhalle oft leer, weil kein geeignetes Geschäftsmodel gefunden werden konnte. So wurde sie zum Beispiel als Markthalle genutzt, was floppte.

Diese Zeiten sind jetzt vorbei. Denn schließlich wurde ein Konzept gefunden, mit dem die Schrannenhalle auf Erfolgskurs gebracht werden konnte. Und daran war das Unternehmen SIGNA maßgeblich beteiligt.

Nach einer Investition von rund 15 Millionen Euro in das Gebäude mit rund 4.500 Quadratmetern Gesamtfläche, eröffnete dort das Projekt Eataly. Dabei handelt es sich um ein von Oscar Farinetti erdachten und erstmals 2007 in Turin umgesetzten kulinarischen Mischkonzeptes unter dem Motto „Eat and Shop“. Eatalys ist ein weltweit erfolgreiches Konzept, sei es in New York, Tokio, Seoul oder Dubai, um nur einige Beispiel zu nennen.

Seitdem präsentiert sich das Eataly in München als lebensfrohe Inszenierung der italienischen Kochkunst und Frische. Ob Panetteria, Pasta-Bar, Mozzarella-Station, Pizzeria oder italienisches Eiscafé. Dabei wird vor den Augen der Gäste Pizzateig geformt, geknetet oder belegt. Außerdem wird die Location auch für Events genutzt, die bestens besucht sind. Mit dem neuen Konzept läuft’s bei der Schrannenhalle, die sich bei den Münchenern großer Beliebtheit erfreut.

Mehr Argumente, weniger Steine …

In Hinblick auf den aktuellen Beitrag von @viktoriakarree auf Twitter, der ein durch Steinwurf beschädigtes Schaufenster des ViktoriaAtelier zeigt, wollen wir gesagt haben, dass wir uns Beteiligung mit Argumenten wünschen, aber wirklich nicht mit Steinen …

Sinnloses Zerstören ist keine gewünschte Form der Bürgerbeteiligung. Mit dem Beschmieren von Wänden, dem Einschlagen von Fenstern und anderen Formen der Sachbeschädigung  wird niemanden ein Dienst erwiesen. Im Gegenteil, es ist kriminell und im schlimmsten Fall, kann dabei jemand verletzt werden. Wer bei solchen Taten erwischt wird, muss mit privatrechtlichen Folgen wie Schadenersatz und mit strafrechtlichen Folgen rechnen. Im Rahmen der Bürgerwerkstatt gibt es reichlich Möglichkeiten, sich online oder bei entsprechenden Veranstaltungen zu äußern. Wer also vernünftige Argumente hat, wird gerne gehört und kann konstruktiv etwas zur Zukunft des Viktoriakarrees beitragen.

Chronik Viktoriakarree

2009:
Erste Gespräche zwischen der Signa Holding GmbH und  der Stadt Bonn finden statt. Signa erarbeitet ein Shopping-Mall-Konzept für das Viktoriakarree.

29.05.2010:
Schließung des Bades durch die Stadt Bonn. Für die Folgenutzung des Areals ist hauptsächlich Einzelhandel vorgesehen.

2011:
Signa beginnt mit dem Erwerb einiger privater Grundstücke des Viktoriakarrees.

Januar 2012:
Signa gibt den Erwerb des Dahm-Grundstücks bekannt und wirbt bereits für das geplante „Kaufhaus Viktoria“ mit ca. 30.000 m² vermietbarer Fläche.

15.10.2013:
Die damals von Gottfried Böhm entworfene Fassade und das in seiner Materialtechnik und Größe einzigartige Kunststofffenster des Viktoriabades wird unter Denkmalschutz gestellt.

23.04.2014:
Die städtischen Grundstücke im Viertel werden europaweit zum Verkauf und zur anschließenden Bebauung ausgeschrieben.

02.06.2014:
Die Ausschreibungsfrist läuft aus. Es liegen Angebote von Signa und der Hochtief AG vor.

11.06.2015:
Die Fachjury entscheidet zugunsten des Signa -Konzepts, trotz „zwei schwacher Ergebnisse“.

18.06.2015:
Der Stadtrat erteilt der „Viktoria-Karree Immobilien GmbH“ (Tochter der Signa Holding GmbH) den Zuschlag für das Projekt.

28.07.2015:
Die Bürgerinitiative „Viva Viktoria! e. V.“ wird gegründet. Mit der Forderung, die aktuellen Entwicklungen zu stoppen und einem Neubeginn des Planungsprozesses mit stärkerer Bürgerbeteiligung.

19.08.2015:
Die erste Mittwochsdemonstration von „Viva Viktoria!“ findet statt. Das ist gleichzeitig der Startschuss für eine Unterschriftensammlung für ein Bürgerbegehren gegen die Planung der Stadt.

16.09.2015:
Ratsmehrheit beschließt Eckpunkte eines Bebauungsplanverfahrens für das Viertel.

25.09.2015:
Es wird bekannt, dass Signa mit den Bonner Stadtwerken in Verhandlungen über das Grundstück mit der Durchfahrt zum Innenhof (Rathausgasse 14) steht und damit weitere Fakten schaffen könnte.

02.10.2015:
„Viva Viktoria!“ reicht beim Bonner Oberbürgermeister 18.828 Unterschriften gegen den Verkauf der städtischen Grundstücke und das geplante Einkaufszentrum ein (für das Bürgerbegehren sind 9.835 Unterschriften notwendig).

22.10.2015:
Noch als die Zulässigkeitsprüfung des Bürgerbegehrens durch die  Stadtverwaltung läuft, wird auf Antrag mehrerer Parteien im Stadtrat das Rechnungsprüfungsamt eingeschaltet. Das soll prüfen, ob das Verfahren um Ausschreibung und Vergabe an den Investor Signa ordnungsgemäß war.

16.11.2015:
Das Bürgerbegehren wird mit 16.417 gültigen Unterschriften für  zulässig erklärt und dem Stadtrat zur Abstimmung vorgelegt.

30.11.2015:
Der Stadtrat stimmt mit einer knappen Entscheidung (42 zu 41 Stimmen) dem Bürgerbegehren zu und muss so den Beschluss zum Verkauf der städtischen Grundstücke an den Investor Signa zurücknehmen.

22.12.2015:
In einem Gespräch am 18. Dezember haben sich Vertreter der Stadtverwaltung und der Bürgerinitiative „Viva Viktoria!“ konstruktiv über ihre Vorstellungen zu der vom Rat am 30.11. beschlossenen und von der Verwaltung durchzuführenden Bürgerwerkstatt zum Viktoriakarree ausgetauscht.

23.12.2015:
Signa fordert den Oberbürgermeister schriftlich auf, das Vergabefahren für die städtischen Grundstücke samt ehemaligem Viktoriabad im Viktoriakarree zu überprüfen.

24.01.2016:
Die Stadtverwaltung berichtet im nicht-öffentlichen Teil der Kulturausschuss-Sitzung der Politik, dass die Umzugspläne des Stadtmuseums an die Colmantstraße nicht weiter verfolgt würden.

11.03.2016:
In einem Telefonat haben das Management der österreichischen Signa-Holding und der Oberbürgermeister Ashok Sridharan vereinbart, leerstehende Wohnungen im Viktoriakarree befristet zur Unterbringung von Flüchtlingen anzumieten.

14.04.2016:
Die Bürgerinitiative „Viva Viktoria!“ hat nach eigenen Angaben 1.260 Unterschriften gegen Leerstände in den Ladenlokalen gesammelt, die an die Stadtverwaltung übergeben worden sind.

10.05.2016:
Die sogenannte Initiative für ein libertäres Zentrum (LIZ) besetzt aus Protest gegen Umbaupläne der Signa-Holding eine Wohnung im Viktoriakarree, Signa erstattet Strafanzeige gegen die Aktivisten.

11.05.2016:
Mehrere hundert Menschen haben sich in der Innenstadt zu einer Kundgebung gegen das drohende Aus für das Szenelokal „Blow Up“ versammelt.

23.06.2016:
Der Hauptausschuss der Stadt beauftragt die Stadtverwaltung, die Durchführung dieser Bürgerbeteiligung auszuschreiben.

21.07.2016:
Die durch den Rat beschlossene Aufhebung des Vergabeverfahrens in Sachen Viktoriakarree ist rechtmäßig. Das geht aus einem Beschluss der Vergabekammer Rheinland vom 21. Juli 2016 hervor.

17.09.2016:
Auf Antrag von Signa-Anwältin Simone Kämpfer von der Kanzlei TDWE aus Düsseldorf werden die Ermittlungen gegen die Hausbesetzer wieder aufgenommen, diese waren eingestellt worden.

20.10.2016:
Der Bau- und Vergabeausschuss hat im nicht-öffentlichen Teil seiner Sitzung die Durchführung der Bürgerwerkstatt für das Viktoriakarree vergeben. Die Wahl fiel auf das Bonner Unternehmen Zebralog GmbH.

11.02.2017:
Mit einer Auftaktveranstaltung fiel der offizielle Startschuss des Bürgerbeteiligungsverfahrens. Seit diesem Zeitpunkt haben alle interessierten Bonnerinnen und Bonner die Möglichkeit, gemeinsam Ideen für die Zukunft des Areals rund um das geschlossene Viktoriabad zwischen Rathausgasse, Belderberg, Franziskanerstraße und Stockentor zu entwickeln und zu diskutieren.

 

Wohnungen für Studenten

Bonn ist nicht nur eine Bundesstadt, sondern auch eine Studentenstadt und als solche sehr beliebt. Derzeit studieren in Bonn rund 36.000 junge Menschen an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität. Und für sie ist es oft schwierig, eine Wohnmöglichkeit zu finden.

Das weiß auch Signa und will die Studierenden der Stadt bei der Neuentwicklung des Viktoriakarrees mit an Bord nehmen. Auf rund 6.000 Quadratmetern des geplanten neuen Gebäudekomplexes beabsichtigt das Unternehmen, neue Wohnungen für die Studenten zu bauen. So entsteht eine gute Mischung aus studentischem Leben, Versorgung und Freizeit.

Wer in Bonn studieren will, muss sich auf eine nervenaufreibende Wohnungssuche einrichten. So bietet das Studierendenwerk Bonn, die zentrale Anlaufstelle für wohnungssuchende Studenten, derzeit gerade mal 3.700 Wohnungsplätze an. 70 weitere sollen in naher Zukunft entstehen. Und zu den 36.000 Studenten der Universität Bonn kommen noch die Studenten der anderen Hochschulen in der Region hinzu, von denen die meisten in Bonn wohnen wollen.

Viele Studenten sehen sich daher auch auf dem privaten Wohnungsmarkt nach einer Bleibe um. Und wie in anderen deutschen Großstädten auch, ist die Situation dort sehr angespannt. Zusätzlicher Wohnraum für Studenten würde also zur Entspannung dieser Situation beitragen.

Neue Mieter für das Victoriakarree

Viktoriakarree: So viele Flächen vermieten wie möglich

Bis das neue Bauvorhaben am Viktoriakarree in Bonn in die Tat umgesetzt werden kann, will Signa die Immobilie nicht sich selbst überlassen. Rund ein Drittel der Fläche des Gebäudekomplexes ist in Besitz des österreichischen Investors. Und für diese Fläche ist der Investor auf intensiver Suche nach neuen Mietern. So wird der ehemalige Schuhladen an ein Bonner Startup vermietet und für die bisherige Backstube befindet sich Signa mit einer neuen Bäckerei in Verhandlungen. Ein Ladenlokal hat der neue Vermieter dem ViktoriaAtelier für die Bürgerwerkstatt zur Verfügung gestellt, ein weiterer Teil wurde an die Stadt für die Unterbringung von Flüchtlingen vermietet. In naher Zukunft wird die ehemalige Tanzschule für vier Wochen an die Alanus Hochschule für eine Ausstellung zur Verfügung gestellt. Viele weitere Interessenten haben sich gemeldet.

Nicht so einfach

Zum einem ist es im Interesse aller Bonner und des Einzelhandels, die Räume des Karrees in der Übergangszeit zu nutzen. Zum anderen möchte der Investor durch eine Vermietung der Ladenlokale seine Kosten rund um das Projekt in der Bonner Innenstadt reduzieren. Viele Mietverhältnisse wurden nach Bekanntgabe der ersten Planung seitens der Mieter nicht mehr verlängert. Hauptproblem für Neuvermietungen sind neben den regelmäßigen Schmierereien an der Fassade die hohen Auflagen seitens des Bauamtes, wie zum Beispiel beim Brandschutz. Diese verlangen von potentiellen Mietern einige Investitionen, weshalb bislang viele abgewunken und kein Interesse an einem befristeten Mietverhältnis gezeigt haben. Signa arbeitet mit Hochdruck daran, die Situation vor Ort zu verbessern. Es wird auch weiter mit potentiellen Mietern verhandelt.